Die Operationstechniken an der Schulter sind in den letzten Jahren rasant entwickelt worden, die überwiegende Zahl der Eingriffe ist arthroskopisch durchführbar. Zwar ist eine Vollnarkose unbedingt erforderlich, aber auch die Anästhesieverfahren haben sich entwickelt, und so sind die meisten Eingriffe an der Schulter ambulant durchführbar.
Über zwei kleine Einstiche kann unter Videokontrolle der chronisch-entzündlich veränderte Schleimbeutel und die bindegewebig bzw. knöchern bedingte Enge unterhalb des Schulterdaches (Akromion) erkannt und mittels kleiner Fräsen beseitigt werden. Unregelmäßigkeiten der Rotatorensehnenoberfläche werden geglättet.
starker Knochenanbau unter
dem Akromion im Röntgenbild


Arthroskopisches Bild vor und nach Beseitigung
einer Knochenenge unterhalb des Schulterdaches
Sollten bereits Schäden der Rotatorensehnen oder auch Kalkeinlagerungen vorliegen, werden diese mitbehandelt.
Dem SAS kann eine mehr oder weniger auffällige Instabilität der Schulter zugrunde liegen (Instabilitätsimpingement). Diese kann eine zweite kapselstabilisierende Operation bei ausbleibendem Erfolg nach alleiniger ASD erforderlich machen.
Die Heilungszeit nach einer ASD beträgt 6-10 Wochen und hängt stark vom Zeitpunkt der wiederhergestellten muskulären Balance der Schulter ab. Die Erfolgsquote liegt je nach Stadium der Erkrankung zwischen 70 und 90 %.