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THW in Not: Nach Lund fällt auch Palicka aus

Aus den Kieler Nachrichten vom 24.10.2008

Kieler Torhüter wird heute am Meniskus operiert - Vier Wochen Pause für den Schweden?

Kiel - Statistisch betrachtet habe er pro Saison fünf THW-Spieler auf seinem Operationstisch, rechnet Mannschaftsarzt Dr. Frank Pries vor. Börge Lund ist die aktuelle Nummer eins, wurde gestern an seiner lädierten Achillessehne operiert und soll morgen entlassen werden - voraussichtlich gemeinsam mit Saisonfall Nummer zwei: Heute um acht Uhr muss auch Andreas Palicka unter das Messer: Meniskusschaden im linken Knie.

Kiels 22-jähriger Torhüter-Neuzugang schleppte sich gestern Vormittag mit einem dick geschwollenen Gelenk zum Morgentraining. Ausgerechnet nach seiner Weltklasse-Vorstellung beim 38:25-Pokalsieg vom Vorabend über Stralsund. Schmerzen plagten Andreas Palicka schon länger, erste Symptome meldeten sich nach dem Mannheim-Spiel Mitte September. Da sei bereits abzusehen gewesen, dass Andreas um eine Operation nicht herumkommen würde. "Aber wir wollten abwarten", erläutert Frank Pries. Der Härtetest gegen Stralsund erzwang jetzt ein sofortiges Handeln. Unter normalen Umständen muss der junge Schwede mit einer drei- bis vierwöchigen Pause rechnen. "Ich lege mich aber lieber nach der Operation fest. Dann, wenn ich mit eigenen Augen das ganze Ausmaß der Verletzung gesehen habe", so der THW-Mediziner. ...

... Das gilt auch für eine notwendige Zwischenlösung als Ersatz von Börge Lund. Die Operation im Mare Klinikum sei gut verlaufen, sagt Dr. Pries. Kiels norwegischer Rückraumspieler beginnt in Kürze die Reha-Maßnahmen, der 29-Jährige muss eine Zwangspause von mindestens fünf bis sechs Monaten einplanen. An Spekulationen über den zu verpflichtenden Ersatzmann für Lund wollte sich Uwe Schwenker indes nicht beteiligen. "Es gibt keine Namen, ich bespreche alles in Ruhe mit Alfred Gislason." Der machte sich derweil Gedanken über die Verletzungsmisere. "Schlimm", stöhnte Kiels Trainer, "so viele Verletzte so früh in der Saison. Die Belastungen sind schlicht und einfach zu hoch. Andere Mannschaften spüren es ebenfalls, der Terminstress muss endlich ein Ende haben, die Quittung erhalten immer nur die Spieler."