Am Entlassungstag erhalten Sie für Ihren weiterbehandelnden Arzt und Physiotherapeuten einen Brief und Fotografien mit allen Informationen zu Ihrer Operation und der von uns vorgeschlagenen Nachbehandlung. Sollte nichts Abweichendes angeordnet sein:
Lagern Sie für mindestens 5 Tage das operierte Bein tagsüber überwiegend und nachts stets in Rückenlage hoch. Achten Sie darauf, dass der Oberschenkel unterlagert wird und der obere Unterschenkel wenig aufliegt.
Führen Sie regelmäßig Eisanwendungen über ca. 20 min durch.
Nehmen Sie die verordneten Schmerzmittel nach Vorgabe für etwa 3-5 Tage ein.
Lassen Sie sich über 10 Tage einmal täglich eine Spritze zur Thrombosevorsorge verabreichen.
Tragen Sie bis zum 14. Tag nach der Operation den verordneten Kompressionsstrumpf.
Belasten Sie schon einen Tag nach der Operation mit 30-40 kg Teilbelastung (entsprechend etwa dem halben Körpergewicht). Nehmen Sie zwei Stützen. Lassen Sie sich von Ihrem Therapeuten den so genannten 4-Punktegang zeigen.
Tragen Sie die verordnete Knieschiene (Brace) zur Sicherung des OP-Ergebnisses insgesamt 6 Wochen tagsüber. Der Bewegungsumfang ist im Normalfall nicht eingeschränkt. In Ruhe nehmen Sie das Brace zur Verbesserung der Durchblutungssituation ab. Wenden Sie sich an den Orthopädie-Mechaniker, sollte das Brace verrutschen oder Druckstellen erzeugen.
Melden Sie sich bei stärkeren Schmerzen, Überwärmung des Gelenkes und Fieber umgehend bei Ihrem Operateur.
Nach der 2. Woche darf schrittweise auf Vollbelastung übergegangen werden.
Nach der 4. Woche ist auch das Autofahren schon möglich. Voraussetzung dafür ist eine ausreichende Beweglichkeit im Brace. Schrittweise können nun Kraftübungen gesteigert werden, hierzu verordnet Ihr Arzt D1/KGG bzw. EAP.
Nach der 6. Woche wird das Brace gegen eine kleinere und flexiblere Bandage getauscht, die bei besonderen Belastungen und sportlichen Aktivitäten bis zum 10. Monat getragen werden sollte. Neben dem Reha-Programm kann mit Fahrradfahren und Joggen begonnen werden.
Nach dem 3. Monat endet im Normalfall die medizinisch-physiotherapeutische Rehabilitation. Der Patient sollte im 4.-6. Monat durch Eigentraining das erreichte Ergebnis festigen und ausbauen. Empfehlenswert ist die Fortführung von Eigentraining an einem oft der Reha-Einrichtung angeschlossen oder anderweitig geeigneten Fitness-Studio, welches für diesen Zweck eine krankengymnastische Betreuung anbietet.
Nach dem 6.-8. Monat besteht im Normalfall die Sportfähigkeit. Bei Kontaktsportarten, wie z. B. Handball u. Fußball sollte eine schrittweise Eingliederung erfolgen. Der behandelnde Physiotherapeut sollte Ihnen eine ausreichende muskuläre und koordinative Kontrolle des Gelenkes einschließlich einer guten Ausdauerleistung bestätigen.