Meniskuschirurgie

Die Menisken sind halbmondförmige Scheiben aus Bindegewebsfasern, die im Knie zwischen Ober- und Unterschenkel gelagert sind. Sie nehmen Drehkräfte und Stöße im Sinne eines Schockabsorbers auf und schützen so den Gelenkknorpel. Überdies sorgen die Menisken auch für Stabilität und eine bessere Verteilung der „Gelenkschmiere". Menisken können reißen, entweder infolge von Unfällen, starken und chronischen Überlastungen oder auch einfach durch altersbedingten Verschleiß.

Etwa 10 % aller Meniskusrisse können theoretisch genäht werden. In der BRD wird diese aus den USA bekannte Quote meist nur zur Hälfte (5 %) umgesetzt.

Ist der Meniskus unfallbedingt vertikal und nah an seiner Basis gerissen, sollte er erhalten, d. h. genäht werden. Neu sind Naht-Ankertechniken, bei denen die Nähte über die kleinen arthroskopischen Zugänge eingebracht werden können. Zusatzschnitte entfallen. Die Erfolgsquote liegt bei so ausgewählten Indikationen bei 80 %.


Vor, während und
unmittelbar nach
Innenmeniskusnaht


Die meisten Meniskusschäden sind jedoch verschleißbedingt und müssen daher unter Belassung intakter Anteile teilweise entfernt werden.

Vor und
unmittelbar nach
Innenmeniskus-
teilresektion


Meniskustransplantationen sind noch im Forschungsstadium, in der BRD bisher an wenigen Patienten angewandt. Sie werden für den breiten klinischen Einsatz derzeit noch nicht empfohlen.

Der Verlust eines Meniskusteils ist grundsätzlich ungünstig für die Gelenkmechanik. Die beste Langzeitprognose besteht, wenn der Schaden klein, ohne begleitende Schäden an Kniebändern oder Knorpel, und bei weniger sportlich ambitionierten Personen vorkommt.