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THW im Pech: Karabatic heute operiert

Kieler Nachrichten vom 10.11.2006

Die Operation von Nikola Karabatic ist erfolgreich verlaufen. Bereits am Morgen nach dem Eingriff war Nicola schon wieder voller Tatendrang. Keine 24 Stunden nachdem ihm Mannschaftsarzt Dr. Frank Pries zwei freie Gelenkkörperchen aus dem Ellenbogen des rechten Wurfarms entfernt hatte, war der Franzose mit seinen Gedanken schon wieder auf dem Handball-Parkett.

Kieler Nachrichten vom 09.11.2006

Kiel - Nicola Karabatic hatte auf der Spielerbank Platz genommen, in Trainingsjacke und kurzer Hose. Vor den schweren Dezember-Aufgaben mit Bundesliga-Spitzenspielen und dem Champions-League-Halbfinale werde Kiels letzter verbliebener Halblinker wohl geschont, mutmaßten die Ostseehallen-Zuschauer. Ein fataler Irrtum. Auch Nicola Karabatic ist verletzt: das linke Ellenbogengelenk, zwei kleine und ein größeres Gelenkkörperchen machen das Bälle werfen unmöglich.

Das unglaubliche Verletzungspech bleibt dem THW treu. Die Kernspintomografie brachte den Schaden im Ellenbogengelenk gestern ans Licht. Heute Morgen schon wird der Franzose bei Dr. Frank Pries in Kronshagen operiert. Passiert sei es am Donnerstag gegen Gudme, erklärte der 22-jährige Franzose, "die Schonung danach brachte keine Erleichterung."

Nach kurzer Beratung zwischen Spieler, Trainer und dem medizinischen Team entschlossen sich die Zebras, sofort zu handeln. "Über den Sieg kann ich mich nicht freuen", sagte Trainer Noka Serdarusic in Moll-Tonlage. Vier bis fünf Wochen fällt sein Leistungsträger aus. Da auch Viktor Szilagyi (Kreuzband) und Lars Krogh Jeppesen (Rippenbruch) mindestens noch vier Wochen pausieren müssen, steht der THW ohne linken Rückraum da. Außerdem muss auch Linkshänder Vid Kavticnik mindestens noch zwei Wochen pausieren. Kurzfristigen Ersatz werde es nicht geben, erläuterte Manager Uwe Schwenker. "Das liegt nicht an fehlenden finanziellen Möglichkeiten, sondern einfach daran, dass der Markt zurzeit nichts hergibt." Durchhalteparolen prägen jetzt die Stimmungslage. Schwenker: "Wir stecken den Kopf nicht in den Sand. Da müssen wir durch".