Kieler Nachrichten Gesundheitsbeilage vom 10.7.09:
Als erfahrener Spezialist für Arthroskopische Chirurgie bringt der aus Innsbruck kommende Dr. Ralph Wischatta ein neues Verfahren mit ans Mare-Klinikum. Er arbeitet seit dem 1. Juli 2009 im Department für Arthroskopische Chirurgie und Sporttraumatologie neben Dr. Frank Pries und Malte Paetzold.
Das Hüftgelenk ist das größte Kugelgelenk des menschlichen Körpers. Jeder von uns macht im Laufe seines Lebens einige Millionen Schritte und muss sich dabei auf die perfekte Funktion der Hüften verlassen können. Umso behindernder werden schmerzhafte Veränderungen in diesem Bereich wahrgenommen.
Noch bis vor wenigen Jahren waren besonders junge Patienten mit beginnender Erkrankung des Hüftgelenkes (Arthrose) vertröstet worden. Es galt, den Schmerz durch Anpassung der Aktivität erträglich zu machen, bis letztlich die Hüftprothese implantiert wurde. Die rasante technische Entwicklung der minimal invasiven Gelenkspiegelung (Arthroskopie) hat sich nunmehr auch am Hüftgelenk fortgesetzt. Mehr und mehr Patienten können mit dieser neuen Operationstechnik behandelt werden, wo noch vor einigen Jahren keine wirkliche Alternative zu erkennen war.
Mit großem Erfolg werden freie Gelenkkörper, Schleimhautschwellungen, Labrumeinrisse entfernt. Auch die Gelenksteife und Knorpelschäden an der Hüfte sind mittlerweile behandelbar. Die Versorgung mit einer Hüftprothese kann hierdurch hinausgezögert werden oder gar nicht mehr erforderlich sein.
Der Vorteil gegenüber offenen Operationsverfahren liegt dabei auf der Hand: die nachoperativen Schmerzen können auf ein Minimum reduziert werden. Der Patient kann nach dem Eingriff deutlich schneller aus dem Bett aufstehen und mit Rehamaßnahmen beginnen. Nicht bei jedem Patienten ist die Arthroskopie am Hüftgelenk erfolgreich, deshalb ist die sorgfältige Selektion der Patienten Voraussetzung für den Erfolg der Methode.